
Erwachsene Schwefelkäfer ernähren sich am liebsten von Pollen der Doldenblütler
Auch wenn die in Ostdeutschland produzierte Jugendmusik manche Perlen enthielt, gab es in Ungarn (Omega, Bergendy, Kormorán, Piramis, Dinamit, Karthago, »István, a király«, …) und Polen (Czesław Niemen, Breakout, Skaldowie, Budka Suflera, Dżem, Anawa, …) mehr Auswahl nach meinem Geschmack. Insbesondere finde ich nur wenige in der DDR erschienene Rock-Schallplatten, die keine völlig verzichtbaren Stücke enthalten. Folgend zunächst meine Favoriten unter den Original-Vinyls, dann herausragende einzelne Titel.

Abschiedskonzert der Puhdys in der Wuhlheide 2015
(Fotoausschnitt aus der deutschen Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 4.0)
Kult waren auch die Kinderlieder von Gerhard Schöne und die Chansons von Uschi Brüning, einen typischen Ossi-Geist atmen zudem noch einige weit nach der sogenannten Wende entstandene Titel.
Die Mobile Stadtteilarbeit veranstaltet zum Tag der Nachbarn am 26. 5. 2023 ab 14 Uhr eine Kleidertauschbörse im Beettinchen.
Eine tolle Aktion unter dem Motto »Ente gut, alles gut« findet im Rahmen der Bildungswoche vom 22. bis zum 26. 5. nachmittags im ComX und am Seggeluchbecken statt. Es gibt noch freie Plätze für Acht- bis Zwölfjährige. Müll und (wahrscheinlich überwiegend sogar gut gemeinte) Fütterungen schaden unseren Wasservögeln. Die Kinder erarbeiten mit Betreuern und einem Meeresbiologen Lösungen zur Entenrettung.
Welches ist der bequemste Fahrradweg vom Brandenburger Tor zum Märkischen Viertel?
Die gefundene Strecke beträgt 11-13 km und funktioniert weitgehend entkoppelt vom Autoverkehr. Zwischen dem Bundenachrichtendienst und dem Bundeswehrkrankenhaus gehts an der Südpanke flüsschenaufwärts. Vor dem Kinderbauernhof Pinke-Panke biegt man nach links auf den Mauerradweg ab.
Pankeradweg und Mauerradweg werden ja auch touristisch vermarktet, angesichts dessen ist die Beschilderung blamabel, die unklarsten Stellen sind:
Stefan Tomik
Balkonkraftwerk
Strom selbst erzeugen mit Steckersolargeräten
126 Seiten, Eugen Ulmer KG, Auflage Stuttgart 2023, ISBN 978-3-81861-871-1
Flüssig lesbares Büchlein zu turbulenten Entwicklungen
Es gibt Sachbücher, die werden von interessierten Autoren ohne großes Fachwissen mit fleißiger Recherche begonnen. Hier liegt einer der Ausnahmefälle vor, wo das Ergebnis dann überzeugt. Inzwischen hat sich der Journalist Stefan Tomik so tief in die Materie eingearbeitet, dass er mit seiner Hauptsache Grün GmbH Steckersolargeräte im Rhein-Main-Gebiet vertreibt. Tomik nimmt die Leserschaft mit von der Idee »ich könnte ja in meinem Haushalt Stromkosten sparen« bis zu seinem ersten selbst installierten Balkonkraftwerk.
Der das Buch durchziehende Plauderton funktioniert auch deshalb so gut, weil der Autor die derzeit schnellen Entwicklungen zu Technik und zu Juristerei als Momentaufnehme der Menschheitsgeschichte präsentiert. In einem halben Jahr kann vieles schon wieder anders sein, aber man muss halt von der aktuellen Situation ausgehen und einfach mal anpacken. Das Buch motiviert Unentschlossene, selbst loszulegen.
Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch, die aber die Praxistauglichkeit bezüglich Balkonkraftwerken im engeren Sinne nicht schmälern. Das Bildlayout wirkt stellenweise inkonsequent, und zu einigen Aspekten würde man gern mehr erfahren. Gibt es noch weitere architektonische Gestaltungsmöglichkeiten? Vielleicht hätten zusätzlich (mobile) Module beispielsweise für (temporäre) Quartiere abseits vom Stromnetz erwähnt werden können? Wie sieht die ökologische und soziale Gesamtbilanz von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung aus? Welche anderen regenerierbaren Energien sind im Privathaushalt denkbar beziehungsweise warum nicht?
Bei einigen »unterirdisch« genutzten Pflanzen wie Möhren kommt die zusätzliche Nutzung frischer »oberirdischer« Teile zunehmend in Mode. Nun ist die richtige Zeit für junges Meerrettichkraut mit seinem Kressegeschmack. Die Blätter sind nicht so scharf wie die Wurzeln und vielseitig verwendbar. Entweder roh oder spinatartig blanchiert. Mit ins Wasser gestellten Stielen halten sich die Blätter mehrere Tage. Das jetzige Pflücken der Hälfte schadet der Pflanzenentwicklung nur wenig.
Meerrettich war bereits in der Antike als gesunde Küchenzutat bekannt. Die Vermehrung erfolgt üblicherweise durch Wurzelstücke.
Auf Anregung aus unserem Team wird am 30. 4. 2023 ab 16:00 Uhr im Beettinchen ein Walpurgisfest stattfinden. Zum Start der Gartensaison vertreiben wir den Winter mit geselligem Beisammensein; Tanz, Kinder- und Maibowle sowie kleinem Lagerfeuer. Ein Kräuterexperte erzählt über magische Pflanzen, von denen auch Kostproben gereicht werden. Wer möchte, darf gerne auf eigenem Besen anreisen oder verkleidet kommen.
Kommt mit Zacken und mit Gabeln wie der Teufel, den sie fabeln, und mit wilden Klapperstöcken durch die engen Felsenstrecken!
Eines der ältesten Feste Europas verbindet die Aufbruchstimmung des Frühlings mit Fruchtbarkeitsriten, später benannt nach der an einem ersten Mai heiliggesprochenen Heidenheimer Äbtissin Walpurga (710-79). Im ländlichen Raum meistens mit Dorftanz-Charakter, oft mit einer geschmückten Birke (Maibaum) und einem Feuer zur Geistervertreibung (Maifeuer). Berühmt-berüchtigt ist der Hexensabbat auf dem Blocksberg im Harz, der künstlerisch beispielsweise bei Goethe (Ballade 1799) und Mendelssohn Bartholdy (Kantate 1833) verarbeitet wurde. Wer mehr auf Rock steht, wird beispielsweise bei Procol Harum (1967) und Faun (2014) fündig.
Das, was nicht absichtlich im Garten angebaut wird, bezeichnen manche Leute als Unkraut. Vieles davon ist jedoch als Heil- und Küchenpflanze verwendbar. Einerseits sollte man ab und zu ein Exemplar davon stehen lassen oder sogar pflegen. Andererseits sollte man besonders bei den sich über wuchernde Wurzeln ausbreitenden Pflanzen (Brennessel, Giersch, Quecke, …) möglichst früh im Jahr mit Gegenmaßnahmen beginnen. Es folgt eine Liste von 71 wilden und verwilderten Pflanzen (M = aus Mitteleuropa stammend) im Beettinchen. Sie wurden zwischen April 22 und März 23 gezählt. Einige Namen dabei bezeichnen Pflanzengattungen mit mehreren Arten. Stark giftige Pflanzen (Greiskraut, Stechapfel, …) entfernen wir im Beettinchen zum Schutz von Kindern.
Ein besonderes Problem bei Pflanzen von anderen Kontinenten ist, dass sich einige Arten invasiv ausbreiten und somit die heimische Natur aus dem Gleichgewicht bringen. Typische Arten im Beettinchen sind die Kanadische Goldrute und der Rauhaarige Fuchsschwanz, aber auch Gehölze wie der Essigbaum und die Lorbeerkirsche wuchsen schon hier. Im kommenden Herbst werden wir versuchen, alle Robinien zu entfernen. Sehr viel Geduld erfordert die Beseitigung von Japanischem Knöterich, da schon kleinste Wurzelstücke wieder austreiben.
Bereitet man derzeit die Beete für die neue Vegetationssaison vor, so findet man im märkischen Boden vielerorts essbare Wurzeln. Besonders einfach zu verwenden sind die Knollen des Tobinambur und die Speckwurzeln der Nachkerze. Als »Unkraut« erreichen die beiden Neophyten zwar selten eine Dicke von über 15 Millimetern, eignen sich aber mit ihrem herzhaftem Aroma prima als gesundes Pizza- und Suppengemüse. Das Foto zeigt drei Nachtkerzen, die der schon erkennbaren Liebstöckel-Staude weichen sollen.

1922 erblickte der Stummfilmklassiker »Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens« von Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931) das Licht der Welt. Die Kulissen lieferten die Slowakei sowie die Hansestädte Wismar und Lübeck.
Heute besuchte ich mit Jan und Martin zum Jubiläum die kleine Sonderausstellung »Phantome der Nacht«. Einbezogen wurde unter anderem das Archiv des Filmarchitekten. Zu sehen gegenüber vom Schloss Charlottenburg in der zu den Museen Preußischer Kulturbesitz gehörenden Sammlung Scharf-Gerstenberg vom 16. Dezember 2022 bis zum 23. April 2023. Anschließend waren wir noch im Restaurant Samowar.

Vampir Graf Orlok ist tot, da flackert als Filmende kurz eine Ruine auf (trotz der mageren Bildqualität kann man das als Tagesanbruch durchgehen lassen), die zuvor als Drehort keine Rolle spielte.
»… zur selben Stunde hörte das große Sterben auf und wie vor den siegreichen Strahlen der lebendigen Sonne war der Schatten des Totenvogels verweht.«
(beziehungsweise öfter frei übersetzt zu finden) »And at that moment, as if by a miracle, the sick no longer died, and the stifling shadow of the vampire vanished with the morning sun.«
Eigenes Foto 2014 von der Landstraße aus. Eine Stunde zuvor kraxelten Christoph und ich sogar in dieser Ruine herum.
Die Wirkung von Murnaus Werk auf die Kunstgeschichte ist kaum zu überschätzen. Hervorheben möchte ich die Parodie »Shadow of the Vampire« aus dem Jahre 2000 mit John Malkovich als Murnau und Willem Dafoe als Nosferatu-Darsteller Max Schreck (1879-1936). Der hieß wirklich so!
Wie weit sich unsere Welt von einem natürlichen Zustand entfernt hat, belegt jetzt auch eine Studie zur Biomasse der Säugetiere. Dort werden folgende Zahlen genannt:
Also die Rindermasse ist siebenmal so groß wie die wilder Säugetiere an Land und im Meer!