100 Jahre Nosferatu

1922 erblickte der Stummfilmklassiker »Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens« von Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931) das Licht der Welt. Die Kulissen lieferten die Slowakei sowie die Hansestädte Wismar und Lübeck. Heute besuchte ich mit Jan und Martin zum Jubiläum die kleine Sonderausstellung »Phantome der Nacht«. Einbezogen wurde unter anderem das Archiv des Filmarchitekten. Zu sehen vom 16. Dezember 2022 bis zum 23. April 2023 in der zu den Museen Preußischer Kulturbesitz gehörenden Sammlung Scharf-Gerstenberg. Anschließend waren wir noch im Restaurant Samowar.


Vampir Graf Orlok ist tot, da flackert als Filmende kurz eine Ruine auf (trotz der mageren Bildqualität kann man das als Tagesanbruch durchgehen lassen), die zuvor als Drehort keine Rolle spielte.
»… zur selben Stunde hörte das große Sterben auf und wie vor den siegreichen Strahlen der lebendigen Sonne war der Schatten des Totenvogels verweht.«
(beziehungsweise öfter frei übersetzt zu finden) »And at that moment, as if by a miracle, the sick no longer died, and the stifling shadow of the vampire vanished with the morning sun.«

Eigenes Foto 2014 von der Landstraße aus! Die Wirkung von Murnaus Kultwerk auf die Film- und Kunstgeschichte ist kaum zu überschätzen. Hervorheben möchte ich die Parodie »Shadow of the Vampire« aus dem Jahre 2000 mit John Malkovich als Murnau und Willem Dafoe als Nosferatu-Darsteller Max Schreck (1879-1936).