Geöffnet sind viele Burgruinen 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang, der Eintritt ist gratis. Jede Burg(ruine) erzählt ein Kapitel Kulturgeschichte, außerdem stehen Burg(ruin)en oft auf Hügeln inmitten schöner Landschaften. Einige Beispiele dieser Kombination aus historischen Gemäuer, weiter Aussicht und prächtiger Natur sollte man unbedingt besuchen.
Ein besonderes Kapitel der Burgruinengeschichte sind die Burgen im »Mattesland«. Bezogen auf die Bevölkerungszahl gibt es in keinem anderen Staat der Welt so viele Burgruinen wie in der Slowakei. Bei ihrer Entstehung und Entwicklung spielte die Herrschaftszeit von Matúš Čák III. (auch Matthäus Csák oder Matthias Tschak, gestorben 1321) eine besonders wichtige Rolle. Der »Herr über Waag und Tatra« (pán Váhu a Tatier) verwaltete praktisch ein Separatistenreich im Nordwesten des damaligen Ungarn mit der Hauptstadt Trenčín (Europäische Kulturhauptstadt 2026). Gemeinsam mit Amadé Aba (gestorben 1311) aus Košice beherrschte er ein Gebiet etwa von der Fläche der heutigen Slowakei. Der Niedergang vieler dieser Burgen wiederum begann mit Zerstörungen während der Kuruzenkriege (1671-1711).
Dass immer mal wieder eine Burg aus einer Burgruine rekonstruiert und einem Museumsbetrieb zugeführt wird, kann man mit einem weinendem und einem lachendem Auge sehen.
